Inhalte der Fahrerweiterbildung
35-Stunden-Pflichtfortbildung nach BKrFQG
LKW-Fahrer, die Fahrzeuge über 3,5t zulässigem Gesamtgewicht im Güterverkehr oder Fahrer, die mehr als 8 Fahrgastplätze im Personenverkehr gewerblich nutzen, müssen seit Einführung der europäischen Richtlinie bzw. des BKrFQG regelmäßige Weiterbildungen besuchen. Die Schulungen sind im 5-Jahres-Intervall nachzuweisen, die Inhalte gliedern sich in drei Kenntnisbereiche, aus welchen mindestens ein Schulungsthema besucht werden müssen. Für den Nachweis der fünf Schulungen bleibt Ihnen bis 2014 Zeit. Nach Vorlage der fünf Weiterbildungsbescheinigungen wird beim Landratsamt der Eintrag der Schlüsselzahl „95“ im Führerschein dokumentiert. Folge: Alte Führerscheine müssen in neue Kartenführerscheine umgetauscht werden. Der Arbeitnehmer hat die entstehenden Kosten nach dem BKrFQV selbst zu tragen. Auch die entstehenden Kosten für die Schlüsseleintragung im Führerschein. Soweit der Unternehmer bzw. Arbeitgeber die Kosten freiwillig übernimmt, steht dem nichts entgegen.
Nutzen Sie unsere Kompetenz für Ihren Erfolg.
Inhalte
Gesundheit & Fitness
Die Berufskraftfahrer sind im Rahmen ihrer Tätigkeit großen Belastungen ausgesetzt, müssen aber nicht ständig körperlich schwer arbeiten. In diesem Band erfährt der Fahrer, was er für die Erhaltung seiner Gesundheit im Alltag unternehmen kann und wie er Gesundheitsschäden vermeidet.
- Bewegung und Fitness für eine gute körperliche Verfassung
- richtige Ernährung für den Berufskraftfahrer
- Auswirkungen von Alkohol, Drogen und Medikamenten
- Müdigkeit und Stress - körperliche Leistungsfähigkeit
Kinematische Kette, Energie und Umwelt
Um wirtschaftlich und umweltschonend fahren zu können, muss der Fahrer Funktion und Aufbau des Kraftstrangs kennen. Die technischen Grundlagen werden dargelegt. Der aktuelle Stand der Antriebstechnik wird erausgestellt.
A: Technik
- Beschreibung und Funktion des Kraftstrangs von Nutzfahrzeugen
- moderne Motorentechnologie
- Bewertung der technischen Daten eines Antriebsaggregats
- unterschiedliche Getriebebauarten
- unterschiedliche Schaltsysteme
- Eigenschaften verschiedener Kraftstoffe
- Emissionen, Abgasnachbehandlung
B: Wirtschaftliche, energiesparende und umweltschonende Fahrweise:
- Optimierung des Kraftstoffverbrauchs
- Drehmomentverlauf des Motors
- optimale Fahrzeugbedienung
- Nutzfahrzeuge und Umweltschutz
- Streckenplanung
Bremsanlagen
Die Bremsanlage ist das zentrale Sicherheitssystem des Fahrzeugs. Der Fahrer muss die Bau- und Funktionsweise der Bremsanlage kennen und wissen, wie er die verschiedenen Systeme auch unter schwierigen Bedingungen einzusetzen hat.
- Arten und Funktionsweise von Bremsanlagen
- Dauerbremsanlagen
- Besonderheiten der Zweikreisbremsanlage
- Grenzen des Einsatzes
Ladungssicherung
Das vorschriftsmäßige Sichern von Ladung ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Verkehrssicherheit. Der Fahrer lernt alles rund um die Ladungssicherung. Anschaulich und praxisnah!
- rechtliche Grundlagen der Ladungssicherung
- physikalische Grundlagenvermittlung
- Arten der Ladungssicherung
- Darstellung der Berechnungen
- Zurrmittel und Hilfsmittel
- Gefahren
- zahlreiche Beispiele aus der Praxis
Sozialvorschriften
Die Sozialvorschriften dienen dem Schutz der Fahrer und haben damit indirekt großen Einfluss auf die Verkehrssicherheit.
- Anwendung der Sozialvorschriften
- Kontrollgeräte und digitaler Tachograf
- Arbeitszeitgesetz
- Sonntagsfahrverbot
- Ferienreiseverordnung
- Pflichten des Fahrers in der Aus- und Weiterbildung
- zahlreiche Abbildungen und Übersichten
Vorschriften für den Güterkraftverkehr (nur C-Klassen)
Der Fahrer soll die wichtigsten Gesetze und Bestimmungen kennen, mit denen er im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit zu tun hat.
- GüKG
- HGB
- CMR
- VBGL
- ADSp
- Vereinbarungen und Abkommen zum internationalen Verkehr
- StVZO
- Zollbestimmungen
- BKrFQG und BKrFQV
- zahlreiche Abbildungen
Vorschriften über den Personenverkehr (nur D-Klassen)
Der Busfahrer soll die wichtigsten Gesetze und Bestimmungen kennen, mit denen er im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit im Linien- und Gelegenheitsverkehr zu tun hat.
- PBefG
- BOKraft
- EWG-/EG-Übereinkommen
- Vereinbarungen und Abkommen zum internationalen Personenverkehr
- StVZO
- BKrFQG und BKrFQV
- zahlreiche Abbildungen
Pannen, Unfälle, Notfälle und Kriminalität
Richtiges Verhalten in Notsituationen rettet Leben! Berufskraftfahrer sind häufig die Ersten an einem Unfallort und müssen in Notsituationen richtig reagieren und wissen, was zu tun ist. Arbeitsunfälle müssen vermieden werden. Dieser Band klärt über Vorbeugungsmaßnahmen und richtiges Verhalten bei Kriminalität auf.
- Typologie und Risiken der Arbeitsunfälle
- richtiges Verhalten bei Unfällen
- Verhalten in Notsituationen
- Darstellung der Kriminalitäts-Problematik und Maßnahmen zur Vorbeugung; besonderer Schwerpunkt: Schleusung illegaler Einwanderer
Unternehmensbild & Marktordnung
Der Fahrer ist sowohl im Güter- als auch im Personenverkehr häufig der erste Ansprechpartner des Unternehmens und dessen „Aushängeschild“. Er trägt maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei. Daher muss er Grundkenntnisse über den Markt haben und die spezielle Bedeutung von Dienstleistungen kennen, damit er erfolgreich arbeiten kann.
- Positives Image des Unternehmens
- Leistung des Fahrers
- Kenntnisse des wirtschaftlichen Umfeldes und der Marktordnung im Personen- und Güterkraftverkehr
- Organisation der wichtigsten Arten von Unternehmen
- Wartung und Pflege der Fahrzeuge
Zielgruppe
Verpflichtend für alle Fahrer, die Fahrzeuge über 3,5t oder mit mehr als 8 Fahrgastplätzen gewerblich nutzen.
Abschluss
Die Teilnehmer erhalten eine Teilnahmebescheinigung von Liebich7Führerscheine.
Dauer
Pro Modul 7 Zeitstunden + Pausen.
Termine
Siehe oben. Weitere (Gruppen-) Termine nach Vereinbarung, gerne auch unter der Woche.
Mindestteilnehmer
10 Personen pro Seminar.
Veranstaltungsort
77694 Kehl, Hauptstraße 47
77855 Achern, Güterhallenstraße 8
77652 Offenburg (in Kooperation mit Fahrschule Wölfinger)
Seminarkosten
80 € inkl. Mwst pro Weiterbildungsseminar
Änderungen in den Vortragsthemen behalten wir uns vor. Hierüber würden Sie natürlich rechtzeitig informiert werden.
